dünger

Pflanzen sind Chemiefabriken.

Die Rohstoffe zum Wachsen sind in der Umwelt, den Bauplan in der DNA.

Das Ergebnis sind Pflanzen mit Blüten und Früchten in allen möglichen Farben und Geschmäckern. Die Zutaten sind immer die gleichen- nur in verschiedenen Variationen. Eine Orchidee braucht die gleichen Nährstoffe wie eine Eiche- nur in einer anderen Zusammensetzung.

 

Warum du dir Gedanken über das düngen machen solltest

 

Erstens.

In dem Artikel über Gartenpflege kannst du nachlesen, welche Prozesse in der Natur für das biologische Gleichgewicht zuständig sind.

Weil es sich bei den Hausgärten immer um künstliche Biotope handelt, muss du manchmal mit einer Hand voll „Maria Hilf“, wie Katholiken Kunstdünger nennen, deine Pflanzen unterstützen. Wenn du es schaffst in deinem Garten ein Nährstoffkreislauf zu installieren kannst du auf langfristig auf Dünger verzichten.

 

Zweitens

Wohlgenährte Pflanzen sind ertragsreicher. Mit einem dicken Kürbis kannst du bei dem Erntedankfest in deiner Nachbarschaft und auf Insagram prima angeben.

 

Drittens

Pflanzen die gut mit Nährstoffen versorgt sind, sind gesünder und brauchen weniger Pflanzenschutzmittel. Das ist gut für die Umwelt, schont dein Portemonnaie und sieht gut aus.

 

Viertes

Hecken die optimal versorgt sind erreichen schneller die gewünschte Höhe um dich von dem neugierigen Nachbar zu verstecken.

 

Organisch, Mineralisch, Vegetarisch, Markenhersteller, Discounter, Baumarkt- behalte den Überblick.

Wenn du im Landhandel vor den Düngerregal stehst ist es normal, wenn du die Übersicht verlierst. Ich bin immer wieder erstaunt welche tollen Dünger es gibt.

Am besten gefällt mir der VeggiDünger von Neudorf. Ich habe gehört, den kannst du mit Quark und Petersilie in deinem Thermomix direkt zu einem Brotaufstrich verarbeiten.

 

Hier bekommst du Orientierung im Angebotsdschungel

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Dünger. Organisch und Mineralisch.

Organischer Dünger ist der „natürliche“ Dünger.

Kompost, Mist, Gülle, Tierexkremente, Knochenmehl, Hornspäne sind solche Dünger. Die Herstellung beschränkt sich meistens auf das Trocknen der Materialien und Verpacken in bunte Säckchen. Der Klassiker in dieser Kategorie ist Oscorna Animalin. Das ist nichts anderes als getrockneter, gemahlener Mist.

Organischer Dünger hat den großen Vorteil er muss erst durch die Bodenorganismen verarbeitet werden und Pflanzen verfügbar gemacht werden. Das ist Vollkost unter den Düngern. Je nach Temperatur und Feuchtigkeit werden die Nährstoffe freigesetzt. Das ist ein Landzeitdünger mit der Lizenz zur Bodenverbesserung.

Mineralischer Dünger, Kunstdünger

Jeder kennt Blaukorn oder wie der im Handel heißt: Nitrophoska. Das ist ein typischer mineralischer Dünger alte Landwirte nennen den auch gerne Kunstdünger.

Kunstdünger, weil in der Fabrik mit viel Kunst hergestellt.

Stickstoff wird mit dem Linde Verfahren aus der Luft gewonnen, Phosphor und Kali sind Minerale die in der Erde lagern. In der Fabrik werden diese Stoffe in eine Kugelform gepresst.

Volldünger

Wenn die drei Hauptnährelemente enthalten spricht man von Volldünger. Damit du die Angebote besser vergleichen kannst, gibt es einheitliche Mengenangaben auf der Packung. Die Kürzel kennst du aus dem Chemieunterricht. Die Formel für Blaukorn ist NPK(Mg). Stickstoff Phosphor Kali (in manchen Mischungen ist auch Magnesia vorhanden). Dahinter stehen Zahlen, bei dem Beispiel mit dem Blaukorn sind es 30+30+30+(2).

Wenn du die Formel siehst NPK 30+30+30, dann weißt du: in diesem Dünger sind 30% des Volumens Stickstoff, 30% Phosphor und 30% Kali.

Stickstoff

Vier Fünftel unserer Atemluft bestehen aus Stickstoff. Einige Pflanzen, die Leguminosen, sind in der Lage Stickstoff aus der Luft zu binden. Dazu benutzen die Knöllchenbakterien in der Erde. Zu dieser Familie zählen: Raps, Lupine, Bohne, Klee

Die Anderen Pflanzen, die Nichtleguminosen sind auf den Stickstoff im Boden angewiesen.

Stickstoff ist nicht als reines Element im Boden, sondern als Verbindung. Die Wichtigsten sind Nitrat und Ammonium.

Nitrat ist die leicht lösliche Verbindung und ist mobil im Boden. Das Bodenwasser transportiert das Nitrat zu den Wurzeln. Das ist auch gleichzeitig das Problem von Nitrat- seine hohe Mobilität. Im Wasser gelöstes Nitrat sickert in das Grundwasser.

Ammonium dagegen ist fest ein die Ton- Humus Partikel eingebaut. Die Wurzel muss Wurzelhaare bilden und wachsen um den Stickstoff zu kommen.

Phosphor

Phosphor ist das zweite Nährelement, welches für die Pflanzen unentbehrlich ist. Der Rohstoff für die Industrielle Phosphorverarbeitung wird im Tagebau gewonnen. Die Weltweit größte Mine liegt in Tunesien und hat schätzungsweise noch Vorräte für vierzig Jahre.

Phosphor ist der Stoff den besonders die Pflanzen brauchen die sich generativ vermehren. Das sind alle Blütenpflanzen, Obst und Ziersträucher. Die reinen „Grünpflanzen“ wie Rasen, Thuja Hecke, Eibe musst du nicht dringend mit Phosphor versorgen.

Kali

Kali kommt in der Natur als Kalisalz vor und ist für die Pflanzen das, was für dich Vitamin C ist. Für die Pflanzen ist Kali wichtig um das Immunsystem aufzubauen. Kalidüngung ist besonders im Herbst wichtig. So gehen die Pflanzen gut gestärkt in den Winterschlaf.

 

Magnesium

Einige Volldünger enthalten Magnesium welches für den Aufbau von Chlorophyll in dem Blattgrün zuständig ist. Mit Magnesium gut versorgte Pflanzen sind Photosyntesemeister.

 

 

2 thoughts on “dünger”

  1. Hallo!
    Du schreibst, Oscorna Animalin sei nichts anderes als getrockneter Mist! Bitte verbessere dies doch bitte, denn Oscorna Animalin enthält Horn in verschiedenster Körnung, Knochenmehl, Federmehl, Traubenkernschrot, Rapsschrot usw. und keinen Mist/Hühnerdung oder Ähnliches.
    Das ist schon ein gewaltiger Unterschied in der Wirkung.

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