Homöopathie hilft bei Pflanzen nicht, weil der Placeboeffekt bei der Flora nicht funktioniert.

Deshalb braucht man um eine Veränderung bei der Pflanzen zu bewirken, richtiges Gift. Man kann Pflanzen auf zwei Weisen vergiften. Mit Pflanzenschutzmitteln aus der Landwirtschaft (Herbiziden) oder konzentrierten Lösungen.

Funktionsweise Herbizid

Herbizide sind spezielle Stoffe, die für die Landwirtschaft entwickelt wurden. Diese Stoffe greifen, je nach Wirkstoff, auf unterschiedliche Weise in die Pflanze ein, verhindern die Biosynthese und die Pflanze stirbt ab.

Darum sind Herbizide im Hausgarten problematisch.

Herbizide, die auf die Pflanze treffen, werden vor ihr aufgenommen und verstoffwechselt. Dabei nimmt die Pflanze einen Schaden und stirbt. Die Schadstoffe aus dem Pflanzenschutzmittel bleiben in der Pflanze „gespeichert“ und werden gemeinsam mit der Pflanze entsorgt oder durch Mikroorganismen wieder in Einzelelemente zerlegt.

Schaubild PSM Bodenorganismen
Querschnitt durch Pflanze und Boden, um zu erklären, wie PSM wirken

Herbizide, die nicht auf die Pflanze treffen, kommen auf den Boden. Hier auf dem Boden sind Herbizide echt problematisch für die Umwelt. Ohne Mikroorganismen, können die nicht zersetzt werden und werden entweder direkt in das Grundwasser ausgewaschen oder wandern durch die Kanalisation in die Gewässer. Kläranlagen sind nicht darauf ausgelegt Pflanzenschutzmittel aus dem Regenwasser zu klären.

Besonders problematisch ist die Anwendung von PSM auf befestigten Flächen (Parkplätzen, Wegen, Schotterflächen, „Gärten des Grauens“, Einfahrten), hier fehlt die für den Giftabbau entscheidende, belebte Bodenschicht komplett.

„Vergiften mit Konzentraten“

Dieses Vorgehen ist bei den Hobbygärtnern sehr beliebt, weil es mit Hausmittelchen funktioniert. Die Konzentrate, von den hier die Rede ist, sind: Salz, Essigsäure, AdBlue, Verdünnung, Urin, Säuren aller Art.

Pflanzen bestehen größtenteils aus Wasser. Wasser ist ein Lösungsmittel. Sobald neben dem Wasser in der Pflanzenzelle eine höhere Konzentration von einer Lösung vorliegt, „wandert“ das Wasser in die Richtung der höher konzentrierten Lösung. Wasser wandert aus der Pflanze, um das Konzentrat in der Umgebung zu „neutralisieren“, die Pflanze vertrocknet.

Das Konzentrat tötet die Pflanzenteile ab, mit denen es in Verbindung kommt, auch Wurzeln, wenn die gesamte Wurzelbereich vergiftet wird. Das Vergiften mit Konzentraten funktioniert ab besten bei weichen Teilen der Pflanzen, verholzte Pflanzenteile reagieren schwächer auf Anschläge mit Salz und co.

Pflanzen mit konzentrierten Lösungen (Salz, Essig, Urin) zu töten ist auf ALLEN Flächen (Beeten, Pflaster, Kiesflächen) AUSNAHMSLOS verboten.

Der Grund für dieses Verbot ist: Konzentrate können nicht von den Bodenorganismen abgebaut werden, bleiben viele Jahre im Boden und verseuchen die Landschaft.

Warum werden Herbizide produziert, wenn die nicht angewendet werden dürfen?

Für die Landwirtschaft.

In Deutschland ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zuständig für die Zulassung der Pflanzenschutzmittel. Diese Zulassung beschreibt, wo die Mittel eingesetzt werden dürfen und wie lange.

Wie unabhängig diese Behörde von der Agrarlobby ist, hat der Fall von Christian Schmidt 2017 gezeigt, als der Politiker im „Alleingang“ einer Verlängerung der Zulassung für Glyphosat um fünf Jahre zustimmte.

Sicherlich können Pflanzenschutzmittel, in der Landwirtschaft sinnvoll eingesetzt werden. Allerdings stehen bei den Bauern oft wirtschaftliche Interessen über den ökologischen.

Herbizide in Privatgärten

Mit genug krimineller Energie, kann man mithilfe YouTube Tutorials und Zutaten aus dem Baumarkt eine Bombe bauen, oder seinen gesamten Garten auf Jahrzehnte vergiften.

Auf gärtnerisch genutzten Flächen dürfen gesetzlich alle möglichen Präparate verwendet werden. Selbst Mittelchen, die in Deutschland verboten sind, lassen sich leicht online bestellen.

Letztendlich ist das die Verantwortung eines jeden einzelnen, wie viel Chemie er in seinem Garten ausbringt. Oft ist der Schaden, der durch den Chemieeinsatz entsteht, viel größer als der Nutzen.