Umweltschutz

13 einfache Tipps für mehr Umweltschutz in deinem Garten.

13 einfache Tipps für mehr Umweltschutz in deinem Garten.

Man braucht keine Fantasie von Stephen King um sich vorzustellen, wenn wir unseren Planeten weiter so benutzen, kein happy end in Sicht ist.

Das Thema Umweltschutz ist so ausgelutscht und breitgetreten wie ein Kaugummi, das auf die Landstraße ausgespuckt wurde. Wenn im Radio die Namen der Städte Kyoto, Paris, Bali, Kopenhagen in der Kombination mit Klimakonferenz fallen, schalten die meisten ab.

Zu Unrecht.

Dank der Globalisierung ist es uns möglich unseren Wohlstand aus dem Regenwald zu beziehen. Oder unseren Planeten zu schützen.

Viele kleine Schritte sind besser als ein großer.

Als Kind wollte ich Klavier spielen können. Ich übte einige Tage, aber es klang nicht gut- also gab ich auf. Damals dachte ich: entweder ich kannst oder nicht- dazwischen gibt es nichts.

Die Wenigsten sind so ambitioniert mit der Weltrettung wie Tim Bendzko, und werden die Welt retten sobald sie ihre E-Mails gecheckt haben.

Mache jeden Tag einen Schritt, und du bist in einem Jahr 365 Schritte weiter.

Sei kein Baumarkt

St. Jobs soll gesagt haben: „Woher soll der Kunde wissen was er braucht, wenn wir ihm das nicht sagen?“

Werbung erzeugt Bedürfnisse.

Kaufe dir nur so viele Werkzeuge, wie du wirklich brauchst. Damit sparst du weltweit Ressourcen, dein eigenes Geld, hast mehr Platz im Gartenschuppen und Entsorgen musst du auch weniger.

Sei wachsam im Diskounter

„Eine Motorsäge für dreißig Euro kann man doch mietnehmen, oder?“ Die Yoghurtfachmärkte aus Essen und Neckarulm haben uns Kunden durchschaut und beliefern die Nation mit Billigwerkzeug und Maschinen die dazu bestimmt sind in absehbarer Zeit kaputt zu gehen. Abgesehen davon macht das Arbeiten damit keinen Spaß und die Arbeitsergebnisse sind nicht gut.

Kauf dir keinen Müll

Eine Solarlampe verbraucht so viele Rohstoffe wie ein Smartphone, erzeugt Helligkeit wie ein Teelicht, hat ein Design für Blinde, und Lebensdauer wie einem One-Night-Stand. Warum kaufen Menschen sowas? Gartenzwerge, Girlanden, Kunstblumen, Beeteinfassungen aus Kunststoff landen auf der Müllkippe. Für eine kurze Freude werden unglaublich viele Ressourcen und Energie verwendet- unnötig. Ich hoffe du machst sowas nicht.

Regenwasser ist für Pflanzen bestimmt

Wenn du eine einfache Möglichkeit hast, Regenwasser zu nutzen- mach das!

Denk in Kreisläufen.

Laub ist kein Müll, sondern Rohstoff für die nachfolgenden Pflanzen. In der Natur gibt es keinen Abfall. Denk bei der Anschaffung der neuen Sachen an die Kreisläufe und wie die einzelnen Komponenten wieder in den Kreislauf zurückgebracht werden können. Andere Menschen haben sich bereits hier Gedanken darüber gemacht.

Spare an den Pflanzen.

Pflanzen vermehren sich von alleine. In jedem Garten.

Pflanzen tauschen macht Spaß und spart Geld. Leider werden immer noch tonnenweise Plastiktöpfe für Pflanzen produziert und nach nur einer einzigen Benutzung weggeschmissen. Eine riesige Rohstoffverschwendung. Wenn du Phlox und Sommerflieder teilst und verschenkst sparst du Plastik und Torf für die Blumenerde.

Habe einen Vogel

Nützlinge ist ein schreckliches Wort. Es suggeriert, dass ein Lebewesen in irgendeiner Weise „nützlich“ ist, meist in Verbindung mit Insekten, die für uns andere Insekten umbringen. Der Gedanke dahinter ist der Natur zu helfen, sich selbst zu helfen. Dafür kannst du Insekten, Nematoden, Schlupfwespen aus speziellen Zuchtbetrieben kaufen. Oder du schafft in deinem Garten ein biologisches Gleichgewicht.

Amselpolizei, Schneckensonderkommando „Igel“, Bestäubungsdienst „Hummel“ helfen im Garten ohne dafür eine Rechnung zu schreiben. Alles was du für diese Helfer tun muss, ist für die einen Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Liebe deinen Boden

Vergifte den Boden nicht unnötig und gebe ihn die Nährstoffe zurück, die du ihm entzogen hast.

Der Gartenboden ist die Grundlage für bunte Blumen, saftigen Rasen, schmackhaftes Obst und pflegeleichten Garten. Mehr darüber kannst du hier lesen. Gesunder Boden ist die Grundlage für Umweltschutz im Garten. Bodenschutz ist somit auch Umweltschutz.

Recycle den Aldisack.

Sachen wiederzuverwenden ist voll im Trend. Das ist auch gut so.

Du kennst bestimmt die großen, grünen Säcke um Gartenabfälle zu transportieren. Ich benutze die beruflich sehr gerne. Leider sind die aufgrund der wahrscheinlich geplanten Obsoleszenz oft nach kurzer Benutzung an der Naht gerissen. Dann reiße ich die anderen Nähte und benutze die entstandenen Planen als Unterlage beim Pflanzenrückschnitt.

Wenn ein Buchsbaum in einem gemulchen Beet wächst ist es praktisch vor dem Rückschnitt den Boden mit Planen auszulegen. So kommen keine Blätter in den Mulch und du bist viel schneller mit dem Aufräumen nach dem Schnitt fertig.

Sei kreativ mit den abgenutzten Sachen.

Mein Kehrbleich in der Garage, war übrigens in seinem früheren Leben eine Bratpfanne 😉

Sei geizig

Evolution ist sehr langsam. Wenn du wenig in deinen Garten investierst, entwickelt er sich im Tempo der Natur. Sobald man Geld in die Hand nimmt schadet man der Umwelt. Ein neuer WPC Zaun, Solarlampe aus dem Sonderangebot, ein frecher Gartenzwerg aus Plastik oder eine unersetzliche neue Maschine für die Gartenpflege sind Umweltbelastungen.

Sei geizig und überleg zweimal ob die neue Investition sein muss.

Den Giersch auch mal grade sein lassen.

Meine Kundin Wilma sagt, dass man mit dem Giersch aus ihrem Garten eine kleine Familie durchkriegen kann. Warum nicht mal das Unkraut essen anstatt es nur zu vergiften. Melanie von Kistengrün hat hier einen schönen Blogpost darüber geschrieben.

Entspannter Umgang mit Unkraut hat viele Vorteile:

  • Du hast mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge,
  • Unkraut trägt zum biologischen Gleichgewicht im Garten bei,
  • Unkräuter verbessern den Boden und tragen damit zum Umweltschutz bei.

Pssssst….

Lärm ist Umweltverschmutzung.

An meiner Terrasse klebt das Blut von drei Meisenbabys. Die Terrasse habe ich mit meinen Mitarbeitern vor einigen Jahren aus Eichenbohlen gebaut. Zwei Tage Kreissägenlärm haben die Meiseneltern daran gehindert ihre Brut zu versorgen. Und auch später sind Herr und Frau Meise nicht mehr zu ihrem Nest zurückgekehrt. Die Babys sind wahrscheinlich verhungert.

Vermeide Lärm.

Falls unbedingt nötig, verwende leise Maschinen. Deine menschlichen Nachbarn werden sich auch bedanken.

Fazit

Das war jetzt viel imperativ.

Mir ich wichtig, das Bewusstsein meiner Leser zu aktivieren.

Unser Handeln hat viel mehr mit der Natur zu tun, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Viele kleine Schritte sind besser als ein (unterlassener) großer Schritt!

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