Eine handvoll Boden

12 Fakten über denen Gartenboden

12 Unglaubliche Fakten über Boden

 

Dieser Artikel ist für mich eine Herzensangelegenheit.

Es geht um den Boden.

Um deinen Gartenboden.

Der Boden das wertvollste Geschenk, das wir von der Natur bekommen haben.

Du legst einen Pflanzensamen in die Erde und die versorgt den mit allem was er braucht. Der Acker hält alle wichtigen Nährstoffe für die Pflanzen bereit. Nach hundert Tagen kannst du die Frucht die aus dem Samen gewachsen ist, ernten, ohne dem Boden etwas dafür zu geben.

Das ist großartig!

Wenn ich an einer Baustelle vorbeikomme und sehe wie unsere Lebensgrundlage behandelt wird, überkommt mich eine Traurigkeit. Unser Boden wird mit Baumaschinen plattgefahren, mit Bauschutt vermischt, mit toxischen Stoffen verschmutzt oder einfach in einer Deponie verklappt.

Was bedeutet das für dich?

Verstehe wie Boden „funktioniert“ und schütze und pflege ihn gut, dann geht es deinen Pflanzen gut. Und wenn es deinen Pflanzen gut geht- dann geht es auch dir gut.

Los geht’s:

1.Der Boden ist kein statisches Gebilde, sondern ein lebendiger Organismus.

Die Wissenschaft ist immer noch dabei, neue Bodenorganismen zu entdecken und Zusammenhänge zu verstehen. Jeder Eingriff verursacht eine Veränderung- garantiert.

2. In einem Teelöffel Gartenboden leben mehr als sieben Milliarden Mikroorganismen.

Das sind so viele wie auf der Erde Homo sapiens Spezies leben.

Eine unvorstellbare Menge.

Was die Bodenorganismen spannend macht, ist ihre hohe Anpassungsfähigkeit. Genauso die die Grippevieren oder unser Immunsystem passen sich die mikroskopisch kleinen Bodenbewohner den Umweltbedingungen an. Innerhalb von Stunden verdoppeln oder halbieren sich ganze Populationen.

Wenn du zum Beispiel dein Beet mit Rindenmulch abdeckst- ist das Angebot an Stickstoff für die Mikroorganismen riesig- die vermehren sich und verzehren den Stickstoff aus dem Rindenmulch. Immer mehr Bodentierchen fressen immer mehr Stickstoff und werden immer mehr, bis das Volk riesig ist und es keinen Stickstoff in dem Rindenmulch mehr gibt. Dann sterben die.

3. Mutterboden gibt es nicht.

Zumindest nicht in der wissenschaftlichen Literatur. Mutterboden ist ein Teil von Mutter Natur beschreibt schön bildhaft die Eigenschaften unserer Umwelt. Wie eine Mutter das Kind stillt, so ernähren wir Menschen uns von dem Busen der Natur. Mutterboden kann man nicht kaufen, den bekommt man von der Mutter Natur geschenkt.

4. Guter Boden braucht Zeit um sich zu bilden, am besten 10 Tausend Jahre.

Die „Kornkammer“ Europas befindet sich auf den Lößböden. Dort, wo sich über lange Zeit Kalkstaub und Humus angelagert haben, ist die Bodenfruchtbarkeit am höchsten. Die sogenannten Tschernoseme (Schwarzerden) liefern alles was die anspruchsvollsten Feldfrüchte, zum Beispiel Weizen, benötigen. Alte, gewachsene Böden lassen sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Die verfügen über eine hohe Pufferung. Das bedeutet, dass die eine gewisse Menge an Veränderungen ausgleichen können: Trockenheit, Nährstoffschwankungen, Schadstoffeinträge

5. Täglich werden Unmengen von Boden unwiederbringlich zerstört.

Ich bin nicht dein Moralapostel und werde jetzt nicht mit erhobenen Zeigefinger vortragen: TÄGLICH WERDEN SOUNDSOVIELE FUSSBALLFELDER Boden vernichtet. Das ist dir hoffentlich selber klar. Weltweit wird gebaut. Bagger die immer größer werden, zerstören immer schneller, unwiederbringlich unseren Boden.

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6. Das Bodenausgangssubstrat hat eine entscheide Rolle auf die Qualität des Bodens.

Die Minerale des Bodens bestimmen seine Zusammensetzung. Sandböden bestehen aus Siliziumkristallen. Silizium zerfällt nicht so fein wie Kalzium. Dadurch bedingt, ist der Sandboden „gröber“ als ein Tonboden. Die Mineralischen Teilchen bilden das Gerüst einen jeden Bodens. Optimale Zusammensetzung für die meisten Pflanzen ist der Lehmboden, der zu jeweils einem Drittel Sand, einem Drittel Ton und einem Drittel Schluff besteht. Sei nicht traurig, dass dein Boden nicht so beschaffen ist.

Wenn du deinen Boden kennst, kannst du passende Pflanzen zu dem Boden aussuchen. Für jeden Bodentyp gibt es die passenden Pflanzen.

7. Der Boden braucht Humuszufuhr um fruchtbar zu bleiben.

Perpetuum mobile war eine nette Idee kurz vor der Aufklärung. Du kannst nicht nur nehmen, du muss auch geben. Sorge dafür, dass du deinem Boden so viele Nährstoffe hinzufügst wie du ihm entziehst.

8. Anhand von Wildpflanzen die auf einem Boden wachsen, kannst du eine Aussage über die Qualität und die Zusammensetzung des Bodens machen.

Disteln zeigen Bodenverdichtung an, Giersch und Löwenzahn eine gute Nährstoffversorgung. Lerne dein Unkraut zu lesen und du brauchst keine Bodenproben.

9.Boden wandert: das Löß, die Sedimente.

Die Schwerkraft verrichtet gewissenhaft ihre Arbeit. Die Flüsse sind die Transportwege für Boden. Deswegen sind die Flussauen sehr fruchtbar- weil die immer mit neuen Sedimenten und Nährstoffen aus den höher gelegenen Gebieten versorgt werden.

Der Wind ist auch ein starker Bodenveränderer. Wenn ein Acker ohne Pflanzen ist, also Nackt, kann der Wind die leichten, fruchtbaren Teilchen wegblasen und der Boden verarmt

10.Kalkböden sind im tropischem Meer entstanden.

Bielefeld sah früher viel schöner aus- als anstatt Ostwestfalen ein tropisches Meer war. Wo jetzt die Oetkerfabrik ist, war ein Korallenriff. Kalk der unseren Boden fruchtbar macht ist im warmen Meer entstanden. Der Kohlenstoff aus der Luft wurde im Wasser gelöst, die Konzentration stieg, Kalk fiel aus und bildete den Kalkstei

11.Der Mensch ist aktuell die stärkste Kraft die auf den Boden einwirkt.

Mein Lieblingswitz:

 

Treffen sich zwei Planeten

  • Hej, du siehst gar nicht gut aus.
  • Ja, ich habe mir eine ganz böse Homo sapiens
  • Oh, tut mir leid. Das geht aber normalerweise nach ein paar Jahrtausenden von alleine weg.

Menschen spekulieren auf Bodenerträge ganzer Länder, sprühen Landstriche mit Gift tot und vernichten mit Schaufelbaggern und Harvestern unser Planeten. Traurig.

12. Der Boden ist ein Teil des Ökosystems. Belebte Bodenschicht ist in der Lage Schadstoffe zu neutralisieren

und oder zu binden, die mit Regen oder durch Nutzung eingetragen werden. Somit ist der Boden eine Schutzschicht für das Grundwasser und ein Pufferspeicher für Schadstoffe.

Als in den achtziger Jahren die Autos Unmengen von Blei in die Atmosphäre geblasen haben hat der Boden den größten Teil des Schwermetalls gebunden und dafür gesorgt, dass die Mädels auf dem Beifahrersitz des Golf GTI Cabrio nicht mit einer Bleivergiftung tot umgekippt sind.

Fazit

Weil mir das Thema Boden so wichtig ist, habe ich im Studium den Spitznamen „Mister Pedogenese“ (Pedogenese- lat. Bodenbildung) bekommen. Ich hoffe du kannst dich etwas für das Thema begeistern.

Unser Boden ist die Grundlage für das Leben auf unserem Planeten und für deinen gärtnerischen Erfolg.

Wenn du noch bisschen Zeit hast schau dir den folgenden Film über Boden an:

 

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